Mit einem 2:2 Unentschieden gegen den SuS Rösebeck musste sich die Rebmann-Elf am vergangenen Sonntag begnügen, trotz spielerischer Vorteile musste man sogar 2 mal einem Rückstand hinterherlaufen und ständig gegen eine Betonwand anrennen. An der Tabellensituation änderte sich nichts, trotzdem musste man diese beiden Punkte sicherlich nicht abgeben..aber solche Spiele gibt es. Stefan Wiemers und Kai Dierkes schossen die Tore.
Irgendwas schienen die Gäste aus Rösebeck nicht ganz verstanden zu haben. Urschreihafte Jubelszenen, hupende Autokorsos und Freudentänze... Aber wie die Aufkleber auf einigen Gästefahrzeugen schon mitteilen: "Rösebecker dürfen das.." Dennoch gibt es für das Remis auch nur einen Punkt. Auch für Rösebecker.
Wie zu erwarten wandten die Gäste mal wieder eine 9-0-1 Taktik an, setzten hinten auf Beton und vorne auf Konter. Und natürlich auf Zeitspiel. So entstehen wahre Fussballfeste für die Augen der Fans.
Nach knapp einer Viertelstunde wahrscheinlich schon ein kleiner entscheidender Knackpunkt im Spiel. Ruben Vornholt trat zu einem Handelfmeter an und der Ball küsste nur die Latte - ein seltenes Bild. Mitte der zweiten Halbzeit kam dann der SuS Rösebeck zur ersten gelungenen Aktion die gleich zu einem Tor führte. Auf rechts keiner mitgegangen segelte eine Flanke über alle Köpfe hinweg und am zweiten Pfosten konnten einer der Gäste vollstrecken. Die Führung hielt dann auch ganze 4 Minuten ehe Stefan Wiemers zum Auslgleich köpfte. Halbzeitstand somit 1:1.
In der zweiten Hälfte wurde das Spiel dann zum echten Knüller. Die Gäste schienen sich mit dem Punkt zufrieden zu geben und beschränkten sich darauf ihren Strafraum mit Messer zwischen den Zähnen zu verteidigen. Aus dem Grund gab es auch die ein oder andere gelbe Karte zu verzeichnen und das Spiel wurde einfach nur noch unschön und hektisch.
Besonders zu beachten die elegante Art und Weise das Spiel zu verkürzen. Klar, Verletzungen müssen behandelt werden..einmal rappelte auch Michi Kohlisch mit einem Gegenspieler zusammen, sodass die "Sanitäter" ausrücken mussten - doch gab es diese Szenen nun mal mehr als einmal im Spiel.
Sehr schön auch das System des Torhüters, der sich vor JEDEM Abstoß noch die verrutschten Stutzen richten musste und sich auch nicht davon abbringen ließ, den Ball stets nur aufwändig auf seinen 3 Lieblingsgrashalmen zu platzieren.
In der 75. Minute dann der Supergau. Ein Befreiungsschlag der Gäste, Andre Sima blieb Sieger im Laufduell aber traf beim Rückpass zum Torwart den Ball nicht richtig, sodass Dirk Schönfeld den Ball im herauslaufen wegschlug. Danach (!) dann der Körperkontakt und natürlich fällt der Spieler. Hier den Elfmeter zu geben war mit Sicherheit schon sehr unglücklich vom ansonsten gut leitenden Schiri. Dennoch die Führung für den Gast.
Die vielen Flanken und die daraus resultierenden "Halbchancen", die von nun an im 10sek. Takt vor dem Gästetor stattfanden spare ich mir mal aufzuzählen, in einem Tor mündete vorerst keine, wenn es auch manchmal knapp war. So fasste sich Kai Dierkes ein Herz und zog aus spitzen Winkel einfach mal direkt ab und traf zum verdienten Ausgleich in der 85.Minute.
Nach schon fast zu kurzen 7 Minuten Nachspielzeit blieb es dann bei dem Spielstand. Zugegeben hat sich der Gast den Punkt dann auch verdient wenn man viele zwingende Chancen vereiteln konnte.
Trotzdem, gegen eine Mannschaft die mauert und darauf bedacht ist ein Spiel zu zerstören, schiessen sich die Tore nunmal nicht leichter. Der verschossene eigene Elfer und der nicht unbedingt berechtigte Elfer der Gäste stellten dann das Spiel vollends auf den Kopf.
Und ausserdem, Zeitspiel ist sicherlich ein Stilmittel im Fussball, wer dies aber schon so komödienhaft offensichtlich betreibt, dann aber nach 89.Minuten schon anfängt nach dem Abpfiff zu fragen hat - wie eingangs erwähnt - etwas nicht verstanden. Spaß am Fussball entsteht bei solchen Spielen jedenfalls nicht.
SV B/N: Schönfeld, Kornhoff (60.Kohlisch), Gluns (46.Oberhoff), Redecker, Oestreich, Henkenius (46.Sima), Hartmann , Vornholt, Rebmann, Dierkes, Wiemers
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Nachtrag:
Alle die mit den "Seitenhieben" eines zahlenden Zuschauers nicht umgehen können oder nicht in der Lage sind in einem Spielbericht zwischen den Zeilen zu lesen, sollten sich evtl einen anderen Sport suchen. Ein bisschen Kritik gehört im Fussball dazu, nehmt das mal alles nicht zu ernst, mal lieber locker durch die Hose atmen... was wäre denn Fussball wenn immer Friede Freude Eierkuchen herrscht?! Langweilig..richtig!









